Wirkungsweise von Cannabinoiden

Die medizinisch relevanten Stoffe, die in der Heilpflanze Cannabis enthalten sind, bezeichnet man als Cannabinoide. Mittlerweile sind über 60 Cannabinoide entdeckt worden, wobei das Delta-9-tetrahydrocannabinol (THC resp. auch als Dronabinol bezeichnet) den wichtigsten Wirkstoff darstellt. THC ist die Substanz, die den psychotropen Effekt des Cannabiskonsums bedingt. Kleine Veränderungen an dem ringförmigen Molekül verursachen große Unterschiede im Wirkungsbereich. Die Pflanze ist in sich sehr ausgeglichen, was die Wirkung der Inhaltsstoffe angeht. Mittlerweile sind über 400 Substanzen chemisch identifizierbar, allerdings sind ihre Wirkmechanismen nicht gänzlich bekannt. Es gibt lediglich wissenschaftliche Erkenntnisse über die Hauptwirkstoffe: THC, Cannabinol (CBN), Cannabidiol (CBD), Cannabigerol (CBG), Cannabichromen (CBC) und einige weitere Stoffe.

Erstaunlich ist, dass die Nebenwirkungen einzelner aktiver Bestandteile durch andere wieder ausgeglichen werden. So wird z.B. die psychotrope Wirkung von THC durch die Wirkung von Cannabidiol (CBD) abgeschwächt.
Entscheidend für den Einsatz von Cannabis als Heilmittel spricht das geringe Spektrum an Nebenwirkungen, das diese Pflanze aufzuweisen hat. Die potenzielle Gefährdung einer Abhängigkeit ist vergleichbar mit der von Koffein.
Den Durchbruch im Bereich der Cannabinoid-Forschung brachte 1988 die Entdeckung der Cannabinoid-Rezeptoren. Ab diesem Zeitpunkt wusste man, dass es sich bei den Cannabinoiden um eine körpereigene Substanz handelt, die man als Anandamide (Glücksmacher) bezeichnet. Sie sind das Äquivalent der Cannabinoide, wie die Endorphine von den Opiaten. Es wurden zwei Typen von Rezeptoren entdeckt. Die CB1-Rezeptoren befinden sich in hoher Dichte im Gehirn (Striatum), die CB2-Rezeptoren sind im Körper lokalisiert (vegetatives Nervensystem).
Neueste Forschungen haben ergeben, dass die Cannabinoide auf sehr vielen Ebenen des Gehirns wirksam sind, sodass eine genaue Entschlüsselung der neurochemischen Vorgänge nicht ganz einfach ist. Bekannt ist, dass die Cannabinoide sowie die Anandamide die Freisetzung der Neurotransmitter Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin, GABA und Glutamat beeinflussen.

Um die Wirkungsweise der Cannabinoide verstehen zu können, wird im Folgenden eine Zusammenfassung der einzelnen Neurotransmitter und den Mechanismen im Zusammenhang mit Cannabis einen Überblick über die Wirkweise verschaffen.

Catecholamine, wie Adrenalin und die Co-Adrenaline Noradrenalin und Dopamin, sind uns bekannt als Angst- und Stresshormone. Man muss erwähnen, dass die Wirkungen der Neurotransmitter zwei gegensätzliche Richtungen haben können. Stress kann positiver Natur sein und uns leistungsfähiger machen; in dem Fall sprechen wir von Eustress. Ist er mit negativen Gefühlen behaftet, so wird er als Dysstress bezeichnet. Auch Angst, also die exzitatorische Ausschüttung von Adrenalin, kann als angenehm empfunden werden, z.B. beim Bungee-Jumping oder Freiwandklettern.
Allerdings sind Stress und Angst auch häufig die Ursache von psychosomatischen Problemen wie Depressionen, Abgeschlagenheit, Magenbeschwerden etc. Auch einige schwere Krankheiten basieren auf Fehlfunktionen des Adrenalin- und Co-Adrenalin-Systems. So beruhen das Tourette-Syndrom wie auch das hyperkinetische Syndrom, die in über 50% aller Fälle zusammen auftreten, auf einer Überfunktion des Dopaminsystems. Es werden zu viele Stresshormone freigesetzt, was eine überhöhte Aktivität bedingt; so kommt es beim Tourette-Syndrom zu Zwangshandlungen, Zuckungen (z.B. Augenblinzeln) und Verkrampfungen im Hals-/Nackenbereich bis hin zu verbalen Äußerungen, die im Extremfall vulgärer Natur sind (Koprolalie). Beim hyperkinetischen Syndrom führt der Dopaminüberschuss zu dauerndem Tätigkeitsdrang und Nervosität. Häufig geht mit der Hyperaktivität auch das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom einher, das zur Zeit stark diskutiert wird und als ADS bezeichnet wird. Es rührt daher, dass ein Überschuss an Stresshormonen die Konzentrationsfähigkeit herabsetzt. Die Aufnahme von Informationen funktioniert nicht optimal, da entweder die Informationsflut nicht gefiltert und kanalisiert werden kann oder die Betroffenen in eine Handlung "abtauchen" und ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen ("hyperfokussieren"). Bei hochbegabten Kindern entsteht das Problem, dass ihnen in der Schule die Informationen nicht in der angemessenen Geschwindigkeit angeboten werden, was zu Langeweile und Motivationslosigkeit führt und zu einem Leistungsabfall als Konsequenz.
Auch bei komplexeren Krankheiten wie der Schizophrenie und dem Parkinson-Syndrom besteht ein Zusammenhang mit dem Dopamin-System. Man geht davon aus, dass beim Parkinson-Syndrom ein Mangel an Dopamin und eine Überfunktion der Acetylcholin-Freisetzung für die motorischen Störungen verantwortlich sind. Bei der Schizophrenie sind die Symptome durch eine Störung im Dopamin- sowie im Serotonin-System bedingt. Man nimmt an, dass zu wenig Serotonin und zu viel Dopamin freigesetzt wird.
Der Effekt von Cannabis auf das typische Stresssyndrom, an dem in unserer hektischen Zeit enorm viele Menschen leiden, lässt sich sicherlich durch die offiziell ca. 6-7 Mio. Konsumenten allein in Deutschland (bezogen auf die alte BRD) bestätigen. Zum Stressabbau, zur Sedierung und als Schlafmittel wird es häufig zur Selbstmedikation von "nicht Kranken" gebraucht. Die Cannabinoide senken die Ausschüttung der Stresshormone Noradrenalin und Dopamin, die auch für den Wachheitsgrad verantwortlich sind. Auch Depressionen, im Besonderen Angstdepressionen, werden wirksam therapiert, indem weniger Adrenalin und Noradrenalin freigesetzt wird. Der angstlösende und relaxierende Effekt ist auch noch durch andere Wirkmechanismen bedingt; vor allem durch THC selbst, was ein Glückhormon darstellt.
Ebenso wirken die Cannabinoide den Tics des Tourette-Syndroms entgegen, indem sie die überschüssige Menge an Dopamin im synaptischen Spalt herabregulieren. Studien haben gezeigt, dass 80% der motorischen und verbalen Tics nach dem Konsum von Cannabis über einen Zeitraum von 7 Stunden verschwanden. Bisher wendet man beim Tourette-Syndrom, wie bei der Schizophrenie, Neuroleptika an, die die Dopamin-Ausschüttung drosseln. Allerdings haben Neuroleptika ein Spektrum an Nebenwirkungen, das von Persönlichkeitsverlust bis zum plötzlichen Tode führen kann.
Beim hyperkinetischen und Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) wirkt Cannabis sedierend und sammelnd, sodass der Aufmerksamkeitsgrad gesteigert und die Nervosität herabgesetzt wird.
Bei der Schizophrenie spricht man den Cannabinoiden auch eine regulierende Funktion zu. Offensichtlich wird die Dopamin-Freisetzung auch gedrosselt, wobei nicht gänzlich geklärt ist, welche Wirkung es in diesem Zusammenhang auf Serotonin entfaltet.


Serotonin ist ein Transmitter einer besonderen Gruppe von Neuronen, deren Zellkörper sämtlich in den Raphe-Kernen des Hirnstammes liegen. Es wird durch Psychedelika wie LSD und Psylocibin beeinflusst und spielt eine entscheidende Rolle bei der Schizophrenie und Migräne. Man kann davon ausgehen, dass dieser Stoff sehr stark mit dem subjektiven Fühlen und Empfinden zusammenhängt. Eine hohe Freisetzung von Serotonin kann zu melancholischer Gefühlstiefe führen, wohingegen eine überschüssige Freisetzung überempfindlich für äußere Reize macht und oft Schwermütigkeit, Trübsinn und Bedrücktheit zur Folge hat. Extrem ist dies bei der Migräne zu beobachten, bei der man vermutet, dass es zu Serotonin-Ausschüttungen aus den Blutplättchen kommt, was zu Gefäßerweiterungen und demzufolge Schmerzen führt.
Cannabis hat die Eigenschaft, diese Serotonin-Ausschüttung zu senken und wirkt zudem, aufgrund der schmerzhemmenden Wirkung, gegen die drückenden Schmerzen.
Ob Cannabis bei der Schizophrenie, bei der ein geringer Serotoninspiegel zu Grunde liegt, auch regulierend auf das Serotonin-System wirkt, ist bis heute nicht hinreichend geklärt. Wobei vermutet wird, das durch Cannabis schizophrene Episoden initiiert, als auch zum Abklingen gebracht werden können.
Da das Serotonin-System komlex mit anderen Neurotransmittersystemen interagiert, ist es nicht leicht, die genauen biochemischen Prozesse aufzuzeigen. Wahrscheinlich ist ein niedriger Serotoninspiegel der auslösende Faktor für eine erhöhte Dopamin-Freisetzung. Somit scheint Cannabis den Symptomen der Schizophrenie entgegenzuwirken, indem es die Dopamin-Freisetzung herabreguliert. Da Cannabis selbst aber auch die Serotonin-Freisetzung senken kann, besteht die Möglichkeit einer temporären, schizophrenen Psychose bei prädisponierten Personen. Der Umkehrprozess findet bei Schizophrenen statt, die prozentual mehr Cannabis konsumieren als gesunde Menschen. Sie erfahren eine Linderung ihrer Symptomatik. Zusammenfassend kann man schlussfolgern, dass Cannabis bei psychisch labilen Menschen, zu einer schizophrenen Psychose führen kann, diese aber auch damit therapiert werden kann. Der Ablauf ist im Prinzip beschleunigt, sowohl das Ausbrechen der Krankheit als auch der Genesungsprozess.
Zu erwähnen ist noch, dass der Hautmechanismus der Antischizophrenika (Neuroleptika: Haloperidol, Chlorpromazin) in der Dämpfung des Dopamin-Systems besteht; der gleiche Effekt, den Cannabinoide ausüben.


Das GABA- und Glutamat-System ist sehr bedeutend für die Übertragung von inhibitorischen und exzitatorischen Reizen, also dämpfenden und anregenden. Viele Pharmaka, wie z.B. Benzodiazepine (Valium), wirken über dieses System. Valiummoleküle besetzen die gleichen Rezeptorproteine wie der Transmitter GABA (gamma-Aminobuttersäure), und sie verstärken gegenseitig ihre Wirksamkeit. Bei Krankheiten, wie dem Parkinson-Syndrom oder der multiplen Sklerose, liegt eine überstarke Feuerung des exzitatorischen Glutamats zu Grunde. Beim Parkinson-Syndrom wird durch einen Mangel an Dopamin verstärkt Acetylcholin freigesetzt, was zur Folge hat, dass auch mehr Glutamat ausgeschüttet wird. Die Konsequenz sind Dyskinesien, wie z.B. Tremor (Muskelzittern). Bei der multiplen Sklerose ist die Myelinscheide der Axone degeneriert und kann den elektrischen Impuls im Innern nicht mehr isolieren, was dazu führen kann, dass es zur Aktivierung umliegender Neuronen kommt. Dieser Reiz wird bis zur präsynaptischen Endung geleitet und führt dort zu einer exzitatorischen Glutamat-Feuerung. Auch bei der MS lässt sich Muskelzittern feststellen, dass eher bei willkürlichen, gezielten Bewegungen auftritt und von daher als Intentionstremor bezeichnet wird. Der Grund dafür ist, dass nicht ein stetiger Dopaminmangel die Glutamat-Freisetzung bedingt, sondern nur ein willkürlicher Vorgang, bei dem es zu einer Ausbreitung des Aktionspotenzials auf andere Neuronen kommt. Cannabis wirkt aber auch gegen die Spastik, die mit der multiplen Sklerose einhergeht.
Auch bei Alkoholikern tritt in der Entzugsphase ein Tremor (Zittern der Hände etc.) auf. Ebenso ist hier ein Überangebot von Glutamat im synaptischen Spalt verantwortlich. Alkohol verstärkt, ähnlich wie Valium, die dämpfende Wirkung von GABA. Hierbei kommt es durch einen Kopplungsmechanismus zu einer Senkung der Glutamat-Freisetzung. Nach Abklingen der dämpfenden Alkoholwirkung wird verstärkt Glutamat aus den Vesikeln in den synaptischen Spalt ausgeschüttet. Dies führt zu einem "Saufdruck" und in extremen Fällen zu Muskelzittern.
Cannabinoide, die am CB1-Rezeptor aktiv sind (wie THC, WIN 55, WIN 212), vermögen die exzitatorische Feuerung der Glutamat-Neuronen zu drosseln und die inhibitorische Wirkung von GABA zu verstärken. Deshalb sind Cannabinoide, besonders THC, als Spasmolytika (krampflösende Mittel) und Anxiolytika (als Valiumersatz) sehr geeignet. Bei der multiplen Sklerose bewirken sie eine Verbesserung der Willkürmotorik und eine Reduzierung des Muskelzitterns und der Spasmen. Zusätzlich lindern sie die Schmerzen, die durch Dyskinesien zu Stande kommen. Ebenso kann es den Parkinson'schen Tremor lindern und Alkoholikern helfen, trocken zu werden. Beim Parkinson-Syndrom eignen sie sich auch als zusätzliche Medikation, um die Dyskinesien zu mildern, die durch Medikamente, die L-Dopa (eine Vorstufe des Dopamins) enthalten, bedingt sind.

Die schmerzhemmende Wirkung der Cannabinoide wird auch in Zusammenhang mit dem Transmitter GABA in den auf- und absteigenden Schmerzbahnen gebracht. Die wichtigste aufsteigende Schmerzbahn bezeichnet man als den spinothalamischen Trakt, die wichtigste absteigende analgetische Bahn läuft durch das periaquäduktale Grau (PAG) des Mittelhirns in die rostroventrale Medulla (RVM) [verlängertes Rückenmark] und schließlich zum dorsalen Horn des Rückenmarks. In all diesen Regionen finden sich CB1-Rezeptoren. Kürzlich konnte gezeigt werden, dass Oberflächenschmerz, der PAG-Neuronen aktiviert, die Freisetzung von Anandamid innerhalb des PAG erhöht.
Man nimmt an, dass CB1-Agonisten (THC stärker als Anandamid) dort die Transmitterfreisetzung von GABA-Neuronen hemmen und somit die analgetische Bahn zum Rückenmark aktivieren. Dieser schmerzhemmende Mechanismus ist analog der Wirkungsweise von Opiaten, nur dass bei Opiaten die GABA-Freisetzung postsynaptisch (am Rezeptor) gehemmt wird und bei Cannabinoiden präsynaptisch. Der Wirkmechanismus ist eine Disinhibition (Aufhebung der Hemmung); indem weniger inhibitorisches GABA freigesetzt wird, erhöht sich die Aktivität der analgetischen Output-Projektionsneuronen.

Da Opiate und Cannabinoide auf ähnliche Weise schmerzstillend wirken, lassen sie sich gut kombinieren, da sie synergistisch wirken und nicht die gleichen Rezeptoren besetzen. Zum einen unterbindet Cannabis die opiatinduzierte Übelkeit und den Brechreiz, zum anderen führt es zu einer Wirkungsverstärkung, sodass die Opiatdosis gesenkt werden kann. Ein Versuch an Mäusen hat gezeigt, dass Morphinabhängigkeit zu einer Heraufregulierung von CB1-Rezeptoren führt. Daher könnten CB1-Agonisten ein Potenzial für Medikamente zum Opiatentzug darstellen, aber auch eine sinnvolle Ergänzung zu opiatbasierenden Schmerztherapien sein.
Bei Asthma hat Cannabis eine bronchialerweiternde Wirkung, die nach Untersuchungen vergleichbar mit bekannten Asthmamitteln ist. Die Wirkung tritt später ein als bei beta-Sympathikomimetika, wie z.B. Salbutamol oder Terbutalinsulfat, hält dafür aber länger an. Allerdings ist das Rauchen von Cannabis-Zigaretten (Joints) hierbei aufgrund der schleimhautschädigenden Wirkung nicht sonderlich geeignet. Eine bessere Applikationsmöglichkeit ist der Gebrauch eines Vaporizers, der reine THC-Aerosole erzeugt, die weniger schädigende Wirkungen haben. Möglich ist aber auch eine orale Anwendung mit Keksen, Dronabinol etc.
Eine Gruppe internationaler Forscher hat herausgefunden, dass Cannabis auch bei Krämpfen der Atemwege und bei Husten lindernd wirkt. Bei einem natürlichen Husten werden vermehrt Endocannabinoide freigesetzt, die den Hustenreiz mindern. Die Wirkung von Cannabinoiden scheint sich nur bei angespannter Bronchialmuskulatur zu entfalten, also z.B. bei einer Verkrampfung der Atemwege. Diese Wirkung scheint hauptsächlich über die CB1/CB2-Rezeptoren im Lungengewebe vermittelt zu werden.


Bei grünem Star (Glaukom), der durch einen erhöhten Augeninnendruck bedingt ist, zeigt Cannabis gute Therapieerfolge. Cannabinoide senken den Augeninnendruck um bis zu 70% (im Durchschnitt 20-30%). Der augeninnendrucksenkende Effekt geht von THC, sowie CBD, CBN, CBC und CBG aus.


Cannabinoide haben lindernde Wirkung auf Brechreiz und Übelkeit, was sie zu einem potenziellen Kandidaten zur Unterstützung einer Chemotherapie oder einer Medikation gegen HIV macht. Zudem hat man mit in-vitro Versuchen nachweisen können, dass Cannabinoide einen programmierten Zelltod (Apoptose) von Krebszellen verursachen können. In Versuchen mit Mäusen konnte bei einem bösartigen Gehirnkrebs nach einer Cannabinoid-Therapie ein deutlicher Rückgang der Gliomzellen beobachtet werden. Bei einem Drittel der Mäuse wurden die Tumorzellen vollständig zerstört, bei einem weiteren verlängerte es ihr Leben um sechs Wochen.
Es gibt Berichte darüber, dass ein Abkömmling eines Abbauproduktes (THC-COOH) von THC, den man als ajulämische Säure (CT-3) bezeichnet, das Leben von Ratten mit einem Tumor (C6-Gliom-Zellen) verlängerte. Die Wirkung auf verschiedene Krebsarten wird weiter untersucht. Desweiteren wirkt CT-3 entzündungshemmend und schmerzlindernd und hat dabei weder psychotrope Effekte noch Nebenwirkungen. Untersuchungen einer israelischen Gruppe zufolge haben auch Stoffwechselprodukte von Cannabidiol (CBD) und ihre Dimethyl/heptyl-Analoga entzündungshemmende Wirkungen.

Nicht nur die in Cannabis enthaltenen Inhaltsstoffe haben therapeutische Wirkungen, sondern auch die Stoffwechselprodukte, die in unserem Körper infolge eines Konsums gebildet werden.

Weitere detaillierte Informationen zur Wirkungsweise sind in den Forschungsergebnissen zu finden, die nach Krankheiten sortiert sind.




+ Förderung, - Verminderung, +/- keine Beeinflussung (Quelle: Hanf als Medizin, Haug)